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Rezepte & Kaffeevariationen

veröffentlicht um 04.01.2015, 01:55 von Michael Pech   [ aktualisiert: 15.01.2015, 04:23 ]
Cappuccino, Latte Macchiato, Caffe Latte und Espresso mit dem Kaffee-Vollautomaten zubereiten

Für den perfekten Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso oder andere Kaffee-Spezialitäten gibt es unterschiedliche Zubereitungsmethoden. Ein Kaffeevollautomat kann in der Regel die verschiedensten Getränke herstellen. Kaffeevollautomaten mit angeschlossenem Milchbehälter können einen Cappuccino oder auch einen Latte Macchiato in der Regel auf Knopfdruck zubereiten. Wer den Schaum selbst zubereiten muss, muss das richtige Verhältnis von Milch und Kaffee kennen.
 
Tipps zur Zubereitung von Cappuccino, Latte Macchiato und Caffe-Latte.

Caffè Latte: Dieser Milchkaffee besteht aus heißer Milch, einem doppelten Espresso und Milchschaum. Hierzu müssen Sie also Milch erhitzen und diese nur zum Teil aufschäumen. Lassen Sie sich vom Kaffeevollautomaten einen doppelten Espresso zubereiten, geben Sie dann einfach alles in eine große Schale mit der Milch und dem Schaum darauf.

Latte Macchiato:
Um die drei Schichten möglichst gut hinzubekommen, wird zuerst heiße Milch in ein Latte Macchiato-Glas gefüllt, etwa bis zur Hälfte des Glases. Dann wird Milch aufgeschäumt. Der Milchschaum sollte relativ fest sein, also nicht so cremig wie beim Cappuccino. Mit dem festen Schaum wird jetzt das Glas aufgefüllt. Anschließend wird ein Espresso vorsichtig durch den Schaum in das Glas geschüttet. Der Espresso ist schwerer als der Schaum, muss aber auf jeden Fall heißer sein als die Milch ganz unten, damit er von ihr getragen wird und die typischen drei Schichten entstehen. Auch wenn der ursprüngliche Latte Macchiato keine drei Schichten hat, ist es doch genau das, was man sich unter einem Latte Macchiato im Glas vorstellt.

Cappuccino: Einen Espresso in einer Cappuccino-Tasse (120-180 ml) zubereiten. Dann die Tasse zügig mit cremigem Schaum (Zubereitung siehe unten) auffüllen. Beim Einfließen entsteht die typische Crema auf dem Schaum. Traditionell wird Cappuccino mit einer Arabica-Robusta- Bohnenmischung hergestellt.

Espresso: Für die Zubereitung eines Espresso wird heißes Wasser möglichst schnell durch Espressomehl hindurchgepresst. Die Kontaktzeit des Mehls mit dem Wasser ist also erheblich kürzer. Dadurch lösen sich weniger Bitter- und Gerbstoffe heraus als bei der Filtermethode. Das ist übrigens auch der Grund, dass Espresso weniger Koffein enthält als eine Tasse Filterkaffee. Wesentlich Magen freundlicher als gewöhnlicher Filterkaffee. Die Gründe dafür sind wie folgt: Erstens wird der Espresso bei deutlich höheren Temperaturen gebrannt. Deshalb zersetzen sich auch mehr Reizstoffe als bei der üblichen Röstung. Zweitens wird der Espresso anders zubereitet, was sich ebenfalls günstig auf den Gehalt an Reizstoffen auswirkt.


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Der Milchschaum: So schäumen Sie perfekt auf

Wer einen Kaffeevollautomaten sein eigen nennen darf, der kann sich die unterschiedlichen Köstlichkeiten ganz einfach selbst zubereiten. Entscheidend dafür ist natürlich das der Vollautomat über eine Milch-Aufschäum-Düse verfügt. Zum Aufschäumen auf jeden Fall immer kalte Milch verwenden. Generell sollte man eher zu einem höheren Fettanteil greifen, 3,5% oder mehr um einen cremigen Milchschaum zu erhalten. Zudem hat der Fettgehalt vor allem auch Auswirkungen auf den Geschmack, weshalb ein höherer Fettgehalt von Profis bevorzugt wird. Der Schaum sollte nicht zu fest oder grobporig sein, ist für einen perfekten Cappuccino nicht erwünscht. Der Milchschaum sollte viel eher cremig und feinporig sein und dabei trotzdem nicht sofort wieder in sich zusammenfallen.

Wenn Ihr Kaffeevollautomat über eine Milchschaumdüse verfügt, sollten Sie ein paar Tricks beachten:
  • Am besten benutzen Sie ein Milchkännchen zum Aufschäumen (0,3 Liter Fassungsvermögen bei einem kleinen Dampfboiler und 0,6 Liter bei einem größeren). Das Kännchen immer zur Hälfte mit kalter Milch füllen, damit man mit der richtigen Technik das bestmögliche Ergebnis erzielen kann.
  • Die Eiweiße in der Milch gerinnen bei zu hoher Temperatur, deshalb fällt der Milchschaum wieder in sich zusammen, wenn er heißer als ca. 60°C wird. Das Kännchen immer so anfassen, dass Sie mit der Hand die Temperatur der Milch fühlen können. Sollte das Gefäß zu heiß für die Berührung mit der Hand sein, sollen das Aufschäumen beenden werden.
  • Zu Beginn des Aufschäumen sichergehen, dass nur Dampf und kein Wasser aus der Düse kommt: Düse also erst kurz öffnen, warten bis nur noch Dampf herauskommt. Die Düse leicht schräg in die Milch halten, und zwar so dass sie nicht ganz mittig, sondern leicht versetzt, den Boden berührt.
  • Sobald die Milch verwirbelt, müssen Sie die Position des Kännchens so verändern, dass die Düsen-Spitze nur ganz knapp unterhalb der Oberfläche liegt. Somit ist garantiert das Luft in die Milch kommt.
  • Durch diesen Vorgang wächst das Milchvolumen an. Wenn der Milchschaum ca. ¾ der Kanne erreicht hat, schieben Sie die Düse des Vollautomaten wieder ein kleines bisschen tiefer in die Milchschaum und warten so lange, bis sie die richtige Temperatur hat (so lange Sie das Kännchen halten können, ohne sich zu verbrennen).


Nach dem Gebrauch der Aufschäum-Düse Ihres Kaffeevollautomaten, sollten Sie entsprechende Einzelteile am besten sofort, spätestens am Ende des Tages gründlich mit heißem Wasser durchspülen und reinigen. Durch die Milchreste können sich Ablagerungen sammeln, die nicht nur schlecht für den Kaffeevollautomat, sondern auch für die einwandfreie Hygiene sind.


Dank guter Wasserqualität - Der perfekte Kaffee

Der erste Schritt zum perfekten Kaffee ist unabhängig von der Zubereitungsmethode das Wasser. Viele Kaffeetrinker machen sich keine Gedanken darüber, dass ihr Lieblingsgetränk zum Großteil aus Wasser besteht und vernachlässigen dessen Qualität komplett. Eine der größten Beeinträchtigungen des Geschmacks entsteht durch eine hohe Carbonhärte, diese äußert sich nicht nur als Verkalkung im Wasserkocher, sondern in schlechterem Kaffeegeschmack. Wer dies verhindern möchte, filtert entweder sein Wasser oder benutzt stilles Wasser aus der Flasche.




Kaffeevariationen:
Dunkel oder hell, mit oder ohne Milch, Cappuccino oder Latte Macchiato, das sagt Ihnen etwas. Doch wissen Sie auch genau was drin ist und wie sie gemacht werden? Und woher sie stammen? Wir stellen hier die gängigsten Variationen vor. Einige haben den italienischen Espresso zur Grundlage, andere den klassischen Filterkaffee. Welche Kreation Ihnen am besten mundet, ist pure Geschmacksfrage.


Milchkaffee


Milchkaffee

Der klassische Milchkaffee besteht jeweils zur Hälfte aus Filterkaffee und heißer Milch. Auch als Café au lait bekannt, ist er der typische Frühstückskaffee in Frankreich. Meist wird er in einer großen Schale serviert. Und genau so heißt Milchkaffee dann auch in der Schweiz, nämlich „Schale“. In Deutschland ist der Milchkaffee mit seinem milden, milchigen Geschmack auch sehr beliebt.




Cappuccino



Cappuccino

Cappuccino kommt aus Italien und wird dort fast ausschließlich zum Frühstück getrunken. Er besteht ungefähr zu gleichen Teilen aus Espresso Lungo, heißer Milch und heißem Milchschaum. In der Regel wird er in dickwandigen, vorgewärmten Steingut- oder Porzellan-Tassen serviert und gesüßt getrunken. In Deutschland wurde der Cappuccino in den letzten Jahren zu einer der populärsten Kaffeevariationen. Der Name ist übrigens abgeleitet von den braunen Kutten der Kapuzinermönche, die dem Farbton des Cappuccinos entsprechen.





Espresso



Espresso

Espresso stammt ursprünglich aus Mailand. Bei der Zubereitung wird heißes Wasser mit hohem Druck durch sehr fein gemahlenes Kaffeepulver aus dunkel gerösteten Espressobohnen gepresst. Man erhält einen konzentrierten Kaffee, auf dem sich eine dichte, haselnussbraune Schaumschicht, die sogenannte Crema, befindet, die zu einem Espresso dazugehört.
Espresso Lungo ist ein verlängerter Espresso, da die doppelte Menge an Wasser bei gleich bleibender Pulvermenge verwendet wird. Espresso Doppio ist ein doppelter Espresso und Espresso Ristretto wird mit sehr wenig Wasser zubereitet.






Latte Macciato


Latte Macciato

Latte Macciato heißt übersetzt „befleckte Milch“ und war ursprünglich der Kaffee für Kinder in Italien. Inzwischen kann man ihn fast überall auf der Welt bestellen. Meist wird in einem hohen Glas serviert, in dem man die drei üblichen Schichten gut erkennen kann. Die unterste Schicht besteht aus heißer Milch, die zweite aus Espresso und die dritte aus heißem Milchschaum. Aufgrund der verschiedenen Dichteverhältnisse der einzelnen Schichten sollten sich diese bei richtiger Zubereitung nur wenig miteinander vermischen.